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Streit um Hausverkauf: Kein Zutrittsrecht für Ehepartner

Wenn die gemeinsame Immobilie veräußert werden soll und der eine Ehepartner bereits die Teilungsversteigerung beantragt hat, während der andere Ehepartner das Objekt verkaufen möchte, hat letzterer kein Betretungsrecht für sich oder einen von ihm beauftragten Makler. Das ergibt sich aus einem Beschluss des OLG Bremen v. 22.8.2017 (5 WF 62/17). Begründet haben die Richter ihre Entscheidung damit, dass der Versuch eines Verkaufes der Immobilie aussichtslos sei, da bereits das Verfahren zur Teilungsversteigerung laufe und des halb das Betreten der Immobilie durch den anderen Ehepartner nicht der Vorbereitung eines Verkaufes dienen könne. Es bestehe keine Verpflichtung, zur Vermeidung einer Teilungsversteigerung einem einvernehmlichen Verlauf zuzustimmen.

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