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Kindesunterhalt bei großer Einkommensdifferenz

Die gesetzlichen Regelungen zum Kindesunterhalt gehen vom sog. Residenzmodell aus: ein Elternteil betreut das Kind, der andere zahlt dafür. Wenn aber der das Kind betreuende Elternteil über ein deutlich höheres Einkommen verfügt als der zahlungspflichtige Elternteil, kann dies dazu führen, dass der andere Elternteil nur einen Teil des Mindestunterhaltes für das Kind - nämlich nur bis zur Grenze des sog. angemessenen Selbstbehaltes - zahlen muss. Für den Rest muss der besser verdiendnen Elternteil aufkommen. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des OLG Stuttgart (Beschl. v. 3.8.207 - 16 UF 118/17). Im konkreten Fall ging es um eine Einkommensdifferenz von etwa EUR 850 monatlich.

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