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Trennungsunterhalt: Nach Titulierung keine schnelle Verwirkung

Wer zu seinen Gunsten einen Anspruch auf Trennungsunterhalt hat titulieren lassen (also z.B. einen Gerichtsbeschluss dazu erwirkt hat), kann auch noch Jahre später die Zwangsvollstreckung aus dem Titel betreiben, wenn der andere Ehegatte zwischenzeitlich untergetaucht war oder eine Vermögensauskunft abgegeben hatte. Das OLG Köln (Beschl. v. 8.11.2016 - 26 UF 107/16) hat entschieden, daß die bloße Untätigkeit des Gläubigers eines Titels nicht automatisch dazu führt, dass titulierte Unterhaltsansprüche verwirken. Konkret ging es um einen Zeitraum von fast 7 Jahren, in denen keine Vollstreckungsmaßnahmen unternommen wurden.

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