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Versorgungsausgleich: Ausgleich von Fondsanteilen zur Altersversorgung

Immer häufiger werden betriebliche oder private Altersversorgungen durch den Erwerb von Anteilen an einem oder mehreren Aktien- oder Investmentfonds begründet. Deren Aufteilung im Rahmen eines Scheidungsverfahrens (im Versorgungsausgleich) kann schwierig werden, weil einerseits der Wert der Anteile stark schwankt, andererseits aber ein bestimmter Wert (in Euro) übertragen werden muss. Während der BGH bislang auch einen Wertzuwachs zwischen Ehezeitende und Rechtskraft der Entscheidung über den Versorgungsausgleich berücksichtigte, hat er in diese Auffassung in einer Entscheidung v. 19.7.2017 (Az. XII ZB 201/17) aufgegeben. Jetzt kommt es nur noch auf den Wert des Fondsanteils zum Zeitpunkt der Rechtskraft der Entscheidung an, wobei es möglich ist, dass das Gericht einerseits den zu übertragenden Anteil in Fondsanteilen angibt, andererseits aber einen bestimmten Mindestbetrag in Euro nebst dessen Verzinsung festlegt.

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