Wer zahlt die Scheidungskosten?

Grundsatz: jeder Ehegatte zahlt seine eigenen Anwaltskosten plus die Hälfte der Gerichtskosten. Durch einen Ehevertrag oder aufgrund anderer vertraglicher Vereinbarungen kann aber eine andere Regelung vereinbart werden. Verfügt ein Ehegatte über ein deutlich höheres Einkommen und/oder Vermögen als der andere, kann letzterer einen Prozesskostenvorschuss - d.h. die Übernahme der eigenen Anwalts- und Gerichtskosten durch den anderen - verlangen. Ansonsten gibt es bei entsprechend geringen Einkünften die Möglichkeit der Beantragung von Verfahrenskostenhilfe (VKH, in anderen Gerichtsverfahren: Prozesskostenhilfe). Dann übernimmt die Gerichtskasse die eigenen Anwalts- und Gerichtskosten, häufig ohne dass man später etwas zurückzahlen muss.